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Veranstaltungen

Di 28.06.2022

CCSA Talk

»Archives, Displacement and the Re-edition of Max Cetto’s „Modern Architecture in Mexico“«

Cristina López Uribe, Salvador Lizárraga Sánchez, Susanne Dussel Peters and Daniela Ortiz dos Santos

Sommersemester 2022

Talk & Conversation

»CCSA TALKS«

Sommersemester 2022

AO Ringvorlesung

»Entworfene Ordnungen«

Workshops

25.05. – 30.06.2022

»Architectural History and International Organizations Reflecting on Sources and Methods«

Summer Semester

»UNESCO MAKING ARCHITECTURE CULTURE«

Daniela Ortiz dos Santos

Summer Semester 2022

»Which Histories?«

Carsten Ruhl & Daniela Ortiz dos Santos

Externe Veranstaltungen

Blumenfenster in Wohnhäusern von Egon Eiermann, Richard Döcker und Mies van der Rohe. Ein Beitrag zur Innen-Außenbeziehung in der Architektur der Moderne (Arbeitstitel)

11.06.2018

Dissertationsprojekt am Fachbereich Architektur der TU Darmstadt von Rick Scheppat

Erstbetreuerin: Univ.-Prof. Dr. Christiane Salge

Das Blumenfenster kennen wir aus der Architektur der 1950er Jahre. Es ist ein architektonisches Bauteil und dient gleichzeitig als Kulturraum für Pflanzen. In der Rezeption der Moderne spielt es eine untergeordnete Rolle. Welche Auskunft gibt uns das Motiv über die Innen-Außenbeziehung in der Architektur? Was kennzeichnet seine Verwendung insbesondere in der Moderne? In der Arbeit soll das Blumenfenster in der Theorie und anhand ausgewählter Wohnbauten untersucht werden. Ziel ist es den Blick auf den Übergang zwischen innen und außen in der Architektur der Moderne zu erweitern. 

Symbolbildung bei der Wahrnehmung und Herstellung von Architektur

26.10.2017

Es handelt sich bei dieser Arbeit um eine Untersuchung der Begriffe des Symbols und der Symbolbildung bei den Philosophen und Soziologen Ernst Cassirer, Susanne Langer und Alfred Lorenzer im Hinblick auf Architektur. Im Mittelpunkt steht die Frage, in wieweit diese Begriffe dazu geeignet sind, um eine Theorie und Methode für die Beschreibung und ein Verständnis des Phänomens „Architektur“ zu entwickeln. Dabei geht es gleichermaßen darum, die Wahrnehmung von Bauwerken wie auch die Tätigkeit des Architekten als Beispiele für Symbolbildungen zu untersuchen.

Betreuer: Prof. Dr. Christiane Salge, PD Dr.-Ing. Helge Svenshon

Ernst von Ihne – des Kaisers Architekt. Die öffentlichen Bauten Ihnes für Wilhelm II. in Berlin.

06.10.2017

Das kunsthistorische Dissertationsvorhaben widmet sich den öffentlichen Bauten des Architekten Ernst von Ihne in Berlin während der Regierungszeit Kaiser Wilhelms II. Über den bislang wenig erforschten Architekten hinaus, wird die Dissertationsarbeit auch Prozesse und Strukturen der preußischen Baupolitik um 1900 aufzeigen.

Ernst von Ihne war einer der produktivsten und bekanntesten Architekten des Deutschen Kaiserreichs. Seine öffentlichen Bauten in Berlin, beispielsweise das heutige Bode-Museum oder die Staatsbibliothek Unter den Linden, prägen das Stadtbild maßgeblich und gelten als bedeutende Architekturschöpfungen ihrer Zeit. Doch aufgrund verschiedener Faktoren, die in der Dissertation untersucht werden, endete die kunstgeschichtliche Rezeption von Ihnes Werk mit seinem Tod 1917 zunächst vollständig. Erst im Zuge der Sanierung seiner Bauten setzte ein verstärktes Interesse am Werk des Architekten ein. Bis heute bestehen jedoch große Forschungsdesiderate.

Ihnes Bauten sind dem späten Historismus zuzurechnen. Mit dem Siegeszug der architektonischen Moderne galten diese Bauten als rückwärtsgewandt und unzeitgemäß. Ihrem Erbauer sprach man schöpferische Leistung und Innovation ab. Dieses Urteil greift jedoch angesichts der Sachzwänge sowie der komplexen institutionellen Strukturen der preußischen Kunst- und Kulturpolitik zu kurz. Das Studium der Bauakten zeigt, dass Ihne bei seinen öffentlichen Bauprojekten eine Vielzahl von Interessen und Vorgaben verschiedener Akteure berücksichtigen musste und nicht als freier Künstler agieren konnte. Insbesondere der Einfluss Kaiser Wilhelms II. war für den Hofarchitekten maßgeblich.

Die Hauptmotivation der Dissertation besteht daher darin, das architektonische Werk Ernst von Ihnes innerhalb seiner politischen und historischen Zusammenhänge angemessen zu würdigen und einer Neubewertung zu unterziehen.

Erstbetreuerin: Univ.-Prof. Dr. Christiane Salge
Zweitbetreuerin: Univ.-Prof. Dr. Kerstin Wittmann-Englert

Die Architektur der öffentlichen Bücherei im transatlantischen Vergleich (1880–2010)

06.10.2017

Habilitationsprojekt am Fachbereich Architektur der TU Darmstadt

In diesem Forschungsprojekt untersuche ich die Architektur der öffentlichen Bücherei für die Zeit nach ihrer fortgeschrittenen Etablierungsphase, ab ca. 1880, in Amerika und Deutschland. An sieben Fallbeispielen wird erforscht, welche Charakteristika die Architektur der Stadtbücherei ausmachen und wie sich Erweiterungs- oder Neubauten zur bestehenden oder vergangenen Architektur verhalten. Dabei wird hinterfragt, wie die Architektur den Umgang mit Geschichte sucht oder meidet und welches Verhältnis die Stadtgesellschaft zu ihren Büchereibauten hat. Am Ende möchte diese Untersuchung einen Beitrag zu der vor allem in Deutschland noch am Anfang stehenden Architekturgeschichte der öffentlichen Bücherei leisten. Schließlich bietet der Umgang mit bestehender oder vergangener Architektur – sei sie im Krieg zerstört oder danach abgerissen – eine interessante Untersuchungsvoraussetzung für die Beantwortung der Frage nach der Bedeutung von Architekturgeschichte und historischem Bewusstsein.

 

Als Fallbeispiele der Untersuchung dienen Bibliotheken, die zerstört oder abgerissen wurden, zu denen aber Neubauten bestehen, oder erhaltene Bibliotheken mit Erweiterungsbauten. Diese sind: Central Library Cambridge (1888/2009); Volksbücherei und Lesehalle Görlitz (1907/2009); Stadtbücherei Hannover (1931/1956/1978); Seattle Central Library (1906/1960/2004); Zentralbibliothek Köln (1979); Chicago Public Library (1897/1991); Stadtbücherei Münster (1994). Die Auswahl der Fallbeispiele ermöglicht, in der Historiografie immer wieder Querverbindungen zu ziehen, die eine zeitlich umfassende Interpretation erlauben. Somit wird insgesamt ein größerer Zeitraum – von den 1880er Jahren bis heute – erörtert, der Rückschlüsse ermöglichen soll, die über eine Analyse der ausgewählten Gebäude und ihrer Bauzeiten hinausgehen. Im Großen und Ganzen steht hinter diesem Forschungsprojekt die Frage, wie der Umgang mit Architektur unser Geschichtsbild prägt und umgekehrt, wie der Umgang mit Geschichte unser Architekturbild prägt.

Walter Körte – Ein deutscher Architekt in der Geschichte

06.10.2017

Gegenstand des Promotionsvorhabens sind Leben und Werk des deutschen Architekten und Hochschullehrers Walter Körte (1893–1972).

Der an der sogenannten Stuttgarter Schule bei Paul Bonatz zum Architekten ausgebildete Walter Körte war sowohl in der Zeit der Weimarer Republik, als auch während des Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit vielseitig tätig.

Im Anschluss an sein Architekturstudium arbeitete er zunächst in Stuttgart. Von 1925 bis 1930 war er als Baurat am Frankfurter Hochbauamt tätig. Von 1930 bis 1934 wirkte er als Entwurfslehrer an der Technischen Hochschule Stuttgart. 1936  fand  Körte eine Anstellung als Referent für den Lazarettbau im Reichsluftfahrtministerium in Berlin. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges  eröffnete er sein eigenes Architekturbüro in Freiburg im Breisgau, wo er 1972 verstarb.

Den Anstoß zu diesem Promotionsvorhaben gab der Nachlass des Architekten, der 2013 an das Deutsche Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt am Main gelangte. Ausgehend von diesem Bestand sollen Recherchen in anderen Archiven erfolgen. Das Ziel soll eine Architektenbiografie sein, die nicht nur das Leben und das Werk Walter Körtes detailliert darstellt, sondern auch seine architekturtheoretische Position sowie seine ausgeführten Bauwerke im Kontext der Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts in Deutschland behandelt.

Gutachter: Prof. Dr. Carsten Ruhl
Kunstgeschichtliches Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main 

Deleuze and the Anyone Corporation. Übersetzungsprozesse zwischen der Philosophie Gilles Deleuzes und dem US-amerikanischen Architekturdiskurs der 1990er Jahre

29.09.2017

Im US-amerikanischen Architekturdiskurs der 1990er Jahre und insbesondere in der von Cynthia C. Davidson, Peter Eisenman, Arata Isozaki und Ignasi de Solà-Morales Rubió 1990 in New York gegründeten Anyone Corporation werden eine Vielzahl an Begriffen und Konzepten aus der Philosophie Gilles Deleuzes (und Félix Guattaris) angeeignet. Die architekturhistorische Dissertation analysiert, in welcher Weise und mit welchen Strategien sowie Zielen die Konzepte von Deleuze (und Guattari) in architekturtheoretische Schriften eingesetzt und in architektonische Entwürfe umgesetzt werden. Ausgehend von Übersetzungstheorien werden Kontaktzonen, Transformationen, Konflikte und Inszenierungen der Verbindung zwischen Architekturdiskurs und Deleuzes Philosophie aufgezeigt.

Die Mitglieder der Anyone Corporation inszenieren sich durch die Bezugnahme auf Deleuze und den „französischen Poststrukturalismus“ sowie mit Hilfe von philosophisch geschulten Fürsprechern wie John Rajchman als intellektuelle und internationale Elite der Architekturdisziplin. Das durch sie geförderte „Deleuze-nach-Derrida“-Narrativ dient in den 1990er Jahren der Ausrufung eines „neuen“ architektonischen Trends, der mit der „dekonstruktivistischen“, auf Jacques Derrida sich berufenden Architektur der 1980er Jahre bricht und medienwirksam mit dem Philosophennamen Deleuze und den Schlagwörtern der Falte und des Diagramms verbreitet wird. Die daran Beteiligten nutzen Deleuzes (und Guattaris) philosophische Konzepte, um – entgegen dem politischen Impetus dieser Theorien – die sozio-politische Verantwortung der Architektur und ihre Kritikfähigkeit zu Gunsten von Begriffen wie Kreativität, Spontanität, Selbstorganisation und Experimentieren auszuspielen. Hauptthese der vorliegenden Arbeit ist daher, dass sich die neopragmatischen und antitheoretischen Positionen der „Post-Criticality“- und „Pro-Practice“-Bewegungen im Übergang vom 20. zum 21. Jahrhundert maßgeblich aus den Diskussionen innerhalb der Anyone Corporation herausbilden. Sie sind damit nicht allein als eine Gegenreaktion zur medial inszenierten Übersetzung philosophischer Konzepte von Deleuze (und Guattari) in die Architektur sowie zum exzessiven Bezug auf den „französischen Poststrukturalismus“ im US-amerikanischen Architekturdiskurs der 1990er Jahre zu verstehen.

Die Dissertation wurde im Juni 2019 erfolgreich verteidigt.